Der Einstieg der Nobel-Brüder in das große Spiel ums Öl in den 1870-Jahren erfolgte im Zuge einer politischen und wirtschaftlichen Öffnung Russlands für ausländische Investoren durch Zar Alexander II.
Im Zentrum der ambitionierten Strategie des russischen Zaren zur industriellen Modernisierung seines Landes standen die reichen Ölvorkommen im Kaukasus, insbesondere rund um Baku am Kaspischen Meer. Deren Potenzial bot dem Zaren eine einmalige Gelegenheit, Russland auf die Bühne der größten Öllieferanten zu bringen.
Die Freigabe dieser Ölvorkommen für Investoren lockte zahlreiche Akteure an, darunter auch die Nobel-Brüder, die sich als erfolgreiche Unternehmer erwiesen und eine wichtige Rolle bei der Erschließung und beim Export dieser Ressourcen spielten. Mit Innovationen und unternehmerischem Geschick trugen Ludvig, Alfred und Robert Nobel maßgeblich zur Entwicklung innovativer Methoden beim Bohren, Transport und in der Raffination von Erdöl bei.