Warum wurde der Mensch dem Schimpansen technologisch überlegen?

Schimpansen benutzen Werkzeuge. Sie knacken Nüsse mit Steinen, angeln mit Stöckchen nach Termiten und geben solche Techniken in ihrer Gruppe weiter. Trotzdem leben sie heute im Wesentlichen so wie vor Tausenden von Jahren. Der Mensch dagegen ist vom Faustkeil zum Satelliten gekommen und strebt seit geraumer Zeit ins Weltall. Woher kommt dieser Unterschied, wenn die Ausgangslage gar nicht so verschieden war?

Mit diesem Beitrag beginne ich die Serie „Evolution der Intelligenz“. Sie geht einer Frage nach, die mich seit dem Aufkommen leistungsfähiger KI-Systeme beschäftigt: Ist künstliche Intelligenz nur ein weiteres Werkzeug, oder entsteht hier Intelligenz, die sich unabhängig von ihrer biologischen Herkunft weiterentwickelt? Um das beurteilen zu können, muss man zuerst verstehen, was den Menschen eigentlich so erfolgreich gemacht hat. Meine Arbeitshypothese: Es war weniger das einzelne Gehirn als das System, in dem Wissen erzeugt, gespeichert, weitergegeben und Schritt für Schritt verbessert wird.

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