Inflation im Oktober 2026: Warum die Teuerung trotz Tankrabatt bleibt

Preisanzeige einer Tankstelle mit Kraftstoffpreisen für Diesel, Super E10, Super und Super Plus

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Oktober 2026 auf 2,8 Prozent gesunken. Im September lag sie noch bei 3,3 Prozent und damit erstmals seit fast drei Jahren über der Marke von 3 Prozent. Auf den ersten Blick ist das eine gute Nachricht. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich aber, dass ein Teil der Entlastung auf einer befristeten Steuersenkung an der Zapfsäule beruht.

Dieser Beitrag ordnet die neuen Zahlen ein. Er erklärt, welche Rolle Energie und der Tankrabatt spielen, wie die Europäische Zentralbank reagiert, was für 2027 erwartet wird und was Verbraucher und Unternehmen jetzt konkret tun können.

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Die neue Weltordnung: Handel oder Eroberung?

Großes Containerschiff mit der Aufschrift CMA CGM liegt voll beladen unter blauen Containerbrücken am Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen.

Wird ein Land reich, weil es handelt, oder weil es erobert? Die Frage klingt nach Geschichtsunterricht, ist aber hochaktuell. Zölle, Sanktionen, unsichere Seewege und neue Bündnisse bestimmen die Nachrichten, und viele Unternehmer spüren die Folgen unmittelbar in ihren Einkaufspreisen, Lieferzeiten und Absatzmärkten. Hinter all dem steht ein Grundsatzstreit darüber, woher Macht und Wohlstand eigentlich kommen.

Die amerikanische Historikerin Sarah C. M. Paine hat diesen Streit in einem einprägsamen Modell zusammengefasst: Land gegen Meer, Eroberung gegen Handel. Gestern habe ich ihre Unterscheidung zwischen militärischem Erfolg und strategischem Ergebnis vorgestellt. Heute geht es um ihr Bild der Weltordnung, um die Frage, was davon trägt, wo es zu einfach ist, und was mittelständische Unternehmen daraus für ihre Lieferketten, Märkte und Standorte ableiten können.

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Einen Krieg gewinnen und trotzdem scheitern: Erfolg ist nicht Strategie

Schwarz-Weiß-Foto aus Vietnam 1966: Ein US-Soldat mit erhobenen Armen weist in Rauch und hohem Gras einen landenden Hubschrauber vom Typ UH-1 ein.

Man kann jede Schlacht gewinnen und den Krieg trotzdem verlieren. Das klingt nach einem Paradox, ist aber eine der ältesten Lehren der Militärgeschichte. Wer nur auf Zwischenerfolge schaut, verwechselt leicht gewonnene Gefechte mit einem erreichten Ziel. Und dieser Fehler ist keineswegs auf Generäle beschränkt. Er begegnet uns in Unternehmen ebenso: im gewonnenen Preiskampf, nach dem der Markt nicht mehr profitabel ist, oder im durchgesetzten Projekt, das am Ende niemandem nützt.

Anlass für diesen Beitrag ist ein ausführliches Gespräch, das die amerikanische Historikerin Sarah C. M. Paine Ende Oktober 2026 im Podcast „The Diary Of A CEO“ geführt hat. Ich stelle ihre Unterscheidung zwischen militärischem Erfolg und strategischem Ergebnis vor, ordne sie ein und frage, was Unternehmer daraus für ihre eigenen Entscheidungen mitnehmen können.

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CBAM ab 2026: Was der CO₂-Grenzausgleich für Importeure bedeutet

Stahlcoils auf Güterwagen an einem Industriestandort – Symbolbild für CBAM-pflichtige Stahlimporte

Seit dem 1. Januar 2026 ist der europäische CO₂-Grenzausgleich, kurz CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism), kein reines Meldesystem mehr. Wer Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel, Wasserstoff oder Strom aus Ländern außerhalb der EU einführt, muss für die darin enthaltenen Emissionen künftig bezahlen. Fällig wird die erste Rechnung zwar erst im Herbst 2027. Die Mengen, für die dann gezahlt werden muss, entstehen aber schon jetzt, mit jeder Einfuhr dieses Jahres.

Dieser Beitrag erklärt, wie das System funktioniert, wen es trifft, was die Zertifikate derzeit kosten und welche Termine Importeure und mittelständische Unternehmen kennen sollten. Er stützt sich vor allem auf die Angaben der EU-Kommission und der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt), die in Deutschland für CBAM zuständig ist.

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Mindestlohn 14,60 Euro: Was Arbeitgeber vor dem 1. Januar 2027 prüfen sollten

Neuer Mindestlohn ab 2027

Am 1. Januar 2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland auf 14,60 Euro brutto je Stunde. Das steht seit gut einem Jahr fest und ist trotzdem in vielen Betrieben noch nicht durchgerechnet. Denn die Erhöhung um 70 Cent wirkt nicht nur auf die Stundenlöhne der unteren Lohngruppen. Sie verschiebt auch die Verdienstgrenze für Minijobs, den Übergangsbereich für Midijobs und damit die Kalkulation vieler kleiner Unternehmen.

Dieser Beitrag zeigt, woher die neue Zahl kommt, wen sie betrifft, wo Arbeitgeber in der Praxis am häufigsten danebenliegen und was bis zum Jahreswechsel geprüft werden sollte. Gerade bei Minijobs kann ein unveränderter Arbeitsvertrag ab Januar zu einem Problem werden, ohne dass jemand etwas falsch gemacht hat.

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MiCA: Was die EU-Kryptoregulierung seit Juli 2026 für Anleger und Unternehmen ändert

Berlaymont-Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel mit EU-Banner an der Fassade

Kryptowerte sind in Deutschland längst kein Nischenthema mehr. Nach einer repräsentativen Umfrage, die die BaFin im August 2026 ausgewertet hat, besitzen rund 13 Prozent der Erwachsenen Kryptowerte, das sind mehr als neun Millionen Menschen. Gleichzeitig hat sich der rechtliche Rahmen grundlegend verändert: Mit der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA oder MiCAR, gilt erstmals ein einheitliches Aufsichtsrecht für Kryptodienstleister in der gesamten EU.

Seit dem 1. Juli 2026 sind die letzten Übergangsfristen abgelaufen. Wer heute in der EU Kryptowerte verwahrt, tauscht oder handelt, braucht eine Zulassung. Dieser Beitrag erklärt, was die Verordnung regelt und was nicht, welche Pflichten für Anbieter gelten, was das für Stablecoins bedeutet und worauf Anleger und Unternehmen jetzt achten sollten.

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Unternehmensnachfolge im Mittelstand: Warum der Generationswechsel früh beginnen muss

Zwei Personen besiegeln mit einem Handschlag an einem Holztisch eine Vereinbarung

In vielen mittelständischen Unternehmen steht in den nächsten Jahren die Frage an, wer den Betrieb weiterführt. Die Inhaber werden älter, die Kinder haben andere Pläne, und geeignete Käufer sind schwerer zu finden als früher. Was als Familienangelegenheit beginnt, ist zugleich eine der folgenreichsten unternehmerischen Entscheidungen überhaupt: Es geht um das Lebenswerk, um Arbeitsplätze und oft um einen großen Teil der eigenen Altersversorgung.

Dieser Beitrag ordnet ein, wie groß das Thema tatsächlich ist, warum so viele Übergaben scheitern oder gar nicht erst versucht werden und welche Weichen Unternehmer früh stellen sollten, damit am Ende nicht die Schließung steht.

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Strompreis im Unternehmen: Woraus er besteht und wo Mittelständler ansetzen können

Luftaufnahme von Hochspannungsmasten auf Ackerflächen nahe dem Umspannwerk Westerkappeln in Nordrhein-Westfalen

Strom ist für viele mittelständische Unternehmen einer der größten Kostenblöcke nach Personal und Material. Trotzdem wird die Stromrechnung oft nur als Gesamtbetrag wahrgenommen: Der Preis pro Kilowattstunde steigt oder sinkt, und man nimmt es hin.

Dabei besteht der Strompreis aus sehr unterschiedlichen Bausteinen. Manche bestimmt der Markt, manche der Netzbetreiber, manche der Gesetzgeber. Und bei einigen davon hat das Unternehmen selbst Einfluss. Dieser Beitrag zeigt, woraus sich der Strompreis zusammensetzt und an welchen Stellen Mittelständler ansetzen können.

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Die Erfindung der GmbH: Wie eine deutsche Rechtsform den Mittelstand prägte

Erste Seite des Reichsgesetzblatts Nr. 24 von 1892 mit dem Gesetz, betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, vom 20. April 1892

Die GmbH ist aus der deutschen Wirtschaft nicht wegzudenken. Sie wirkt so selbstverständlich, als hätte es sie immer gegeben. Tatsächlich ist sie eine bewusste Erfindung des Gesetzgebers: Es gab kein historisches Vorbild, das man nur hätte aufschreiben müssen. Die GmbH wurde entworfen, um eine konkrete Lücke im Wirtschaftsrecht des Kaiserreichs zu schließen.

Ihre Geschichte erklärt, warum die GmbH so funktioniert, wie sie funktioniert: warum es ein Stammkapital gibt, warum der Notar beteiligt ist und warum die Haftungsbeschränkung erst mit der Eintragung greift. Dieser Beitrag zeichnet nach, wie die Rechtsform entstand, wie sie sich durchsetzte und was Unternehmer heute daraus mitnehmen können.

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Seltene Erden: Chinas Exportkontrollen und Europas gefährliche Abhängigkeit

Pulver verschiedener Oxide Seltener Erden in sechs Schalen

Magnete aus Seltenen Erden stecken in Elektroautos, Windkraftanlagen, Industriemotoren und Robotern. Ihre Verarbeitung und die Magnetproduktion liegen ganz überwiegend in China, und Peking hat gezeigt, dass es diese Stellung als Hebel einsetzt. Die verschärften Exportkontrollen vom Oktober 2025 reichen nicht nur auf Rohstoffe aus China, sondern auch auf Produkte, die außerhalb Chinas hergestellt werden und nur einen kleinen Anteil chinesischer Seltener Erden enthalten. Derzeit sind die schärfsten dieser Kontrollen ausgesetzt, aufgehoben sind sie nicht.

Die Kontrollen sind Teil eines Handelskonflikts zwischen Washington und Peking. Europa sitzt dabei nicht am Tisch, trägt aber einen großen Teil des Risikos. Dieser Beitrag ordnet ein, was China beschlossen und ausgesetzt hat, warum die Abhängigkeit so groß ist, wie die EU reagiert und was Unternehmer daraus für ihre Lieferketten ableiten sollten.

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