Man kann jede Schlacht gewinnen und den Krieg trotzdem verlieren. Das klingt nach einem Paradox, ist aber eine der ältesten Lehren der Militärgeschichte. Wer nur auf Zwischenerfolge schaut, verwechselt leicht gewonnene Gefechte mit einem erreichten Ziel. Und dieser Fehler ist keineswegs auf Generäle beschränkt. Er begegnet uns in Unternehmen ebenso: im gewonnenen Preiskampf, nach dem der Markt nicht mehr profitabel ist, oder im durchgesetzten Projekt, das am Ende niemandem nützt.
Anlass für diesen Beitrag ist ein ausführliches Gespräch, das die amerikanische Historikerin Sarah C. M. Paine Ende Oktober 2026 im Podcast „The Diary Of A CEO“ geführt hat. Ich stelle ihre Unterscheidung zwischen militärischem Erfolg und strategischem Ergebnis vor, ordne sie ein und frage, was Unternehmer daraus für ihre eigenen Entscheidungen mitnehmen können.