Die Geschichte rund ums Öl im 19. Jahrhundert handelt vom ersten Öl-Boom in Pennsylvania (USA), vom Aufstieg des legendären John D. Rockefeller zum reichsten Unternehmer der Welt und von der wirtschaftlichen Expansion und Dominanz der Standard Oil Company. Sie nimmt ihren Anfang in den 1860er-Jahren in Pennsylvania (USA), wo die ersten kommerziellen Ölbohrungen den ersten Öl-Boom einleiteten. Dies markierte nicht nur den Beginn einer neuen Ära der fossilen Brennstoffe als Energiequelle, sondern auch den Beginn der industriellen Entwicklung unserer Welt.
Im Zentrum der 1870er-Jahren stand John D. Rockefeller, dessen Aufstieg zum reichsten Unternehmer der Welt eng mit der Expansion und der nahezu monopolartigen Dominanz der Standard Oil Company verbunden ist. Unter seiner Führung erreichte das Unternehmen durch geschäftliches Geschick und rigorose Unternehmensführung eine beispiellose Stellung im globalen Ölmarkt. Im Umgang mit Konkurrenten scheute John D. Rockefeller keine Mittel, um diese entweder in den Standard Oil Trust zu integrieren oder sie vom Markt zu verdrängen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann das Öl-Monopol von Standard Oil jedoch zu bröckeln. Mit der Erschließung der Ölfelder rund um Baku am Kaspischen Meer gelang es den Nobel-Brüdern mit finanzieller Unterstützung der Rothschilds, erstmals russisches Öl nach Europa zu exportieren. Mit diesem Schachzug konnte die Vormachtstellung von Standard Oil zumindest auf dem Europäischen Markt geschwächt werden.