100 Jahre Schuldenzyklus: Von den Roaring Twenties bis heute

Große Menschenmenge auf der Wall Street vor der New Yorker Börse nach dem Börsenkrach im Oktober 1929

Schulden sind kein Betriebsunfall der Wirtschaft, sondern ihr Treibstoff. Wer einen Kredit aufnimmt, holt sich Kaufkraft aus der Zukunft in die Gegenwart. Genau darin liegt jedoch auch das Risiko: Irgendwann muss diese Zukunft bezahlen.

Der Blick auf die letzten 100 Jahre zeigt ein wiederkehrendes Muster. Auf Phasen mit billigem Geld und wachsender Verschuldung folgten Krisen, in denen Schulden abgebaut, entwertet oder umgeschuldet wurden. Dieser Beitrag erklärt den langfristigen Schuldenzyklus anhand der wichtigsten Etappen von den Roaring Twenties bis heute. Außerdem zeigt er, was Unternehmer daraus für ihre eigene Finanzierung mitnehmen können.

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10 Dinge, die man über den Petrodollar wissen sollte

Redaktionelle Illustration: Öltanker, Raffinerie, Dollarbanknoten und Globus als Motive des Petrodollar-Systems. Serie: Das große Spiel ums Öl; udo-schwerd.de.

Der Petrodollar ist die Grundlage des Petrodollar-Systems, das seit den 1970er-Jahren die internationale Wirtschafts- und Finanzordnung prägt. Gemeint ist die Bindung des globalen Ölhandels an den US-Dollar, die den weltweiten Geldfluss spürbar verändert und die Stellung des US-Dollars als Reservewährung im Welthandel gefestigt hat. Daraus entstanden wirtschaftliche und politische Abhängigkeiten, die bis heute nachwirken. Ein globales Netzwerk aus Regeln, Marktmechanismen und Anreizen steht hinter dem US-Dollar, das Energie, Währung und Handelsordnung miteinander verbindet. Dieser Artikel soll die wesentlichen Zusammenhänge erklären, ohne den Überblick durch zu viele technische Details zu verlieren.

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Wandel der Weltordnung: Neue Realitäten, Zerfall alter Strukturen

Die bestehende Weltordnung befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Was über Jahrzehnte als stabil galt, gerät zunehmend ins Wanken. Nach dem Ende des Kalten Krieges erklärte sich der Westen schon zum Sieger im Kräftemessen der Großmächte. Doch diese Phase war nur ein Intermezzo, jäh unterbrochen von den Ereignissen am 09. September 2001. Inzwischen zeigt sich: Aufstieg und Niedergang sind keine Ausnahmen, sondern Teil eines wiederkehrenden Zyklus. Alte Machtzentren verlieren an Einfluss, Bündnisse verlieren an Bedeutung und neue Akteure treten auf die Bühne, wo sie mehr Mitspracherechte fordern. Konflikte entstehen, oft unberechenbar, nicht selten im offenen Schlagabtausch. Diese Beobachtung ist keine Prognose, sondern eine Momentaufnahme. Sie will nicht erklären, wie die Welt sein wird, sondern wie sie sich gerade verändert, und welche Kräfte im Hintergrund wirken. Wer den Wandel der Weltordnung verstehen will, muss hinter die Kulissen und die täglichen Nachrichten blicken. Denn dort verschieben sich die tektonischen Platten der Weltpolitik.

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